Online vorbestellen, bezahlen, am Bahnhof abholen und auf die Reise gehen. 

Das Hamburger Start-up Getasty, Gewinner des DB Accelerators „Innovative Ideen für Bahnhöfe“, testet seit dem 16. August am Berliner Hauptbahnhof den Vertrieb ihrer Essens-Pakete.  Die online bestellten, bargeldlos bezahlten Tüten können direkt am Hauptbahnhof abgeholt werden – ohne Wartezeit. Das Angebot richtet sich an alle, die am Bahnhof unterwegs sind: Reisende und Pendler aber auch Menschen, die im und rund um den Bahnhof arbeiten. Was hinter Getasty steckt, erzählt Gründerin Lisa Behn. 

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Interview: mit der Gründerin Lisa Behn aus den DB internen Medien

Wie habt ihr die DB von eurer Idee überzeugt?

Nahezu alles kann heute online bestellt werden. Egal ob Kleidung, Bücher oder die Pizza, die einem nach Hause geliefert wird. Nur unterwegs muss man sich oft an langen Schlangen beim Bäcker anstellen, und bezahlen geht meistens nur mit Bargeld. Bei uns kann sich jeder Reisende schon während der Fahrt seinen individuellen Pausensnack online unter getasty.de zusammenstellen und gleich bequem bargeldlos bezahlen. Am Bahnhof holt sich der Kunde seine Getasty-Tüte dann einfach zu seiner Wunschzeit ab – ganz ohne Wartezeit! Mit dem Popup-Store am Berliner Hauptbahnhof bekommen wir die Chance, das Konzept zu testen. Darauf freuen wir uns sehr.

An wen richtet sich das Angebot?

Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle, die mit der Bahn oder rund um den Bahnhof unterwegs sind. Besonders profitieren werden Geschäftsreisende und Pendler. Die haben es meist eilig und werden deshalb die Vorteile schnell zu schätzen wissen. Online vorbestellen und bezahlen bedeutet am Ende: keine langen Wege und Warteschlangen, keine Kleingeldsuche. Der Kunde spart wertvolle Zeit und bekommt in einer Tüte das, was er wirklich möchte.

Was genau bietet ihr im neuen Store im Berliner Hauptbahnhof an?

Bei uns gibt es alles, was zum Reiseproviant dazugehört: belegte Brötchen, Burritos und Salate sowie als Nachtisch zum Beispiel Obstsalat oder Bircher Müsli, jeweils in sechs Variationen. Dazu warme oder kalte Getränke, da reicht das Angebot von Kaffee und Tee über Smoothies und Saftschorlen bis zum klassischen Wasser. Alles kann individuell kombiniert, aber auch einzeln bestellt werden. Eine Zusammenstellung, die wir empfehlen, ist beispielsweise unser „Fit in den Tag-Menü“ mit einem Smoothie, einer Vollkorn-Käsestulle und einem Joghurt mit Müsli. Beim gesamten Angebot werden wir regelmäßig variieren und Abwechslung bieten.

Produziert Ihr die Snacks selbst?

Unsere Produkte werden täglich in Berlin frisch zubereitet und dann an den Hauptbahnhof geliefert. Zusammengestellt werden die Getasty-Tüten direkt vor Ort im Popup-Store. Dafür arbeiten wir mit einem Geschäftspartner zusammen, der zum Beispiel auch die CUCCIS-Stores beliefert. Auch er steht hinter dem Konzept und uns als Gründer-Team rund um die logistischen Herausforderungen beiseite.

Wie und wo seid Ihr auf die Idee gekommen?

Wir kennen selbst das Gefühl, in der Schlange beim Bäcker zu stehen und zu hoffen, dass man noch was zum Essen bekommt, bevor der Zug losfährt. Man ist nervös, ungeduldig und gestresst. Zudem bieten traditionelle Bahnhofsbäcker oft nur das gleiche, relativ einfallslose Sortiment an. Und ohne Bargeld geht meist gar nichts. So mussten wir oft hungrig in den Zug steigen, weshalb uns die Geschäftsidee von Getasty kam. Wir wollen die Bahnhofsgastronomie in das digitale Zeitalter bringen! Perspektivisch ist auch eine Lieferung direkt in den Zug denkbar. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg – und wir hoffen, diesen mit der DB gemeinsam gehen zu können.

Wie habt Ihr vom Start-up-Förderprogramm der DB erfahren und welche Erfahrungen habt Ihr in den drei Monaten in der DB mindbox gemacht?

Durch die Empfehlung eines Freundes sind wir auf das Programm aufmerksam geworden. Mit unserer Idee, den Einkauf für das Pausenbrot zu digitalisieren, konnten wir die DB überzeugen. Neben den zahlreichen Coachings mit Experten wird uns besonders der Austausch mit Anna, der Gründerin von Haferkater, in Erinnerung bleiben. Haferkater hat mit Porridge in einem Popup-Store am Berliner Hauptbahnhof bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Gleich nachdem wir für das Accelerator-Programm ausgewählt wurden, berichtete Anna uns von den vielen Aufgaben, die bis zum Start auf uns zukommen. Dieser Erfahrungsaustausch war sehr wertvoll. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Egal ob Namensgebung, Logo, Tütendesign, Webshop-Gestaltung oder Ladenbau des Popup-Stores – überall arbeiten wir eng mit der DB zusammen. Ziel ist es, gemeinsam ein neues gastronomisches Angebot zu schaffen, das die Online- und Offline-Welt verknüpft und besonders ‚tasty‘ ist!